Informationen über weltwärts
Auf dieser Seite haben wir für dich einige Informationen über weltwärts zusammengestellt.
Bitte beachte, dass wir die Seite nach bestem Wissen erstellt haben und versuchen, sie stets auf dem aktuellen Stand zu halten. Wir können jedoch nicht garantieren, dass unsere Angaben aktuell richtig sind. Bitte betrachte diese Seite daher als Übersicht und informiere dich ggf. genauer bei den Entsendeorganisationen.
Weltwärts ist der entwicklungspolitische Freiwilligendienst des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ). Anfang 2008 reisten erstmal Freiwillige mit diesem Programm aus.
Der Grundgedanke ist, junge Menschen im Altern von 18 bis 28 Jahren für eine Dauer von 6 bis 24 Monaten in ein Entwicklungsland zu entsenden, wo sie in einer Partnerorganisation mitwirken sollen. Dabei liegt der Fokus ausdrücklich auf der Rolle des Freiwilligen als Lernender. Das bedeutet, er leistet (offiziell) keine Entwicklungshilfe im Sinne der Arbeit eines ausgebildeten Entwicklungshelfers, sondern macht sich so gut er kann nützlich. Gleichzeitig stellen das BMZ und die Partnerorganisation keine Erfolgserwartungen an den beruflichen Teil des Auslandseinsatzes. Die Position als Lernender bedeutet vielmehr, dass man sich in eine fremde Kultur eingewöhnt und diese in ihrer Gesamtheit kennenlernt. Das BMZ erwartet daher von den Freiwilligen regelmäßige Berichte, die besonders auf die eigenen Lernerfahrungen eingehen sollen.
Ein weltwärts-Dienst kann in den folgenden Bereichen abgeleistet werden:
- Bildung
- Gesundheit
- Landwirtschaft/Ernährungssicherung
- Öffentliche Verwaltung
- Privatunternehmen / Technik / Handwerk
- Kultur / Sport
- Arbeit mit Kindern und Jugendlichen
- Arbeit mit Menschen mit Behinderungen
- Arbeit mit Erwachsenen (z.B. Flüchtlinge, Obdachlose)
- Arbeit mit Senioren
- Arbeit mit Frauen
- Sonstiges im Sozialen Bereich
- Menschenrechte / Demokratie / Frieden
- Not- und Übergangshilfe
- Umwelt- und Ressourcenschutz
Organisationen
Es gibt eine Fülle von Organisationen, die als weltwärts-Entsender anerkannt sind. Eine aktuelle Liste findet sich auf www.weltwaerts.de, der offiziellen Seite des BMZ zu weltwärts.
Eine Sonderrolle bei den Entsendeorganisationen spielt der Deutsche Entwicklungsdienst (DED), der einen großen Anteil von Freiwilligen entsendet, im Jahr 2010 etwa 1000. Freiwillige des DED müssen als (soweit der Redaktion bekannt) einzige keinen Spenderkreis aufbauen.
Finanzen
Das BMZ schreibt für die Freiwilligen ein Taschengeld von 100€ im Monat vor. Zu dem Einkommen addieren sich monatlich weitere 70€ Verpflegungsgeld. Der wwF bekommt eine Unterkunft gestellt oder erhält Wohngeld, sodass das Taschengeld theoretisch von den alltäglichen Ausgaben nicht angetastet wird.
Auch eine Versicherung wird für den Freiwilligen abgeschlossen. Folgende Mindestkriterien muss sie erfüllen:
- Unfallversicherung inklusive Invalidität (Versicherungssumme 200.000 Euro mit 225 Prozent Progression)
- Haftpflichtversicherung
- Auslandskrankenversicherung
- Rücktransportversicherung (in der Regel in der Auslandskrankenversicherung enthalten)
In der Regel wird von dem Freiwilligen verlangt, dass er oder sie einen Spendenkreis aufbauen soll (eine Ausnahme macht der DED). Maximale 150€ dürfen dabei pro Person und Monat gesammelt werden, wobei die Aufnahme ins und Teilnahme am weltwärts-Programm nicht von der Höhe der Spenden abhängig gemacht werden darf. Das gespendete Geld wird dann dazu benutzt, einen Teil der Kosten der Entsendeorganisation zu decken.
Bewerbung
Die Bewerbung auf weltwärts-Plätze erfolgt ausschließlich bei den Entsendeorganisationen. Das ist wichtig zu wissen, denn man findet viele der verfügbaren Stellen auf www.weltwaerts.de (jeder, der sich für den Freiwilligendienst interessiert, sollte sich dort mal die Projektbörse anschauen), kann sich dort aber nicht auf die Einsatzplätze bewerben.
Die Entsendeorganisationen haben unterschiedliche Bewerbungsfristen, für die Bewerbung gilt in der Regel: Je früher desto besser. Auch ist es ratsam, sich bei mehr als einer Entsendeorganisation zu bewerben, wenn man seine Chance optimieren möchte, dass es mit weltwärts klappt.
Tipps
Es sei an dieser Stelle auf eigene und von mehreren Freiwilligen geteilte Erfahrungen für Bewerbungen beim DED hingewiesen: Im Gegensatz zu den kleinen Organisationen benötigt der DED aufgrund der hohen Zahl von Freiwilligen einen großen Verwaltungsapparat für weltwärts. Dieser ist aber leider noch nicht groß genug, jedenfalls sollte man bei einer Bewerbung auf folgende Punkte achten:
- Bewerbt euch frühzeitig! Der auf der DED-Website angegebene Termin zum Bewerbungsschluss impliziert nämlich leider nicht, dass bis zum Stichtag eingegangene Bewerbungen ungeachtet der Reihenfolge des Eingangs fair gleichberechtigt bearbeitet werden, vielmehr werden schon vor Bewerbungsschluss Zu- bzw. Absagen gemacht und sogar schon Auswahlseminare durchgeführt.
- Hakt nach! Erfahrungen haben ergeben, dass in der Phase der Bewerbungen auf einzelne Einsatzplätze ein Anruf bei der/dem Regionalkoordinator/in wahre Wunder bewirken kann! Es kam mehrfach vor, dass ein Bewerber anrief und nach einem kurzen Gespräch nach 5 Minuten eine Zusage zugesandt bekam. Das ist vor allem skandalös, weil der DED in einer vorher verschickten Email ausdrücklich darum gebeten hatte, von telefonischen Rückfragen abzusehen! Anrufer wurden aber dennoch bevorteilt.
- Seid spontan und prüft regelmäßig euer Email-Postfach! Gerade in den heißen Phasen der Bewerbung scheint es beim DED drunter und drüber zu gehen, und so kam es bei mehreren Bewerbern vor, dass sie weniger als eineinhalb Wochen vor dem Auswahlseminar eine Einladung hierfür erhielten. Dass die Bewerber aufgrund ihres Abiturs eventuell nicht so flexibel sind, spielt für den DED eben manchmal keine Rolle.
